
Hello Sweety
Sins, Kanton Aargau. Marcel Paa, Bäcker-Konditor-Meister, stellt sich ein Experiment: drei Monate ohne Zucker. Wer täglich bäckt, merkt schnell, wie allgegenwärtig Zucker ist – und wie unbefriedigend die verfügbaren Alternativen sind. Stevia löst sich gut im Kaffee auf, aber macht keine Karamellsauce. Erythrit gibt es kalorienlos, aber verhält sich im Gebäck anders als Zucker. Keine der verfügbaren Optionen tut, was Kristallzucker tut – nicht weil die Rohstoffe schlecht sind, sondern weil kein Einzelstoff alle Funktionen von Zucker gleichzeitig erfüllen kann. Marcel Paa beginnt zu tüfteln. Über hunderte Versuche, mehr als zwei Jahre und viele Kuchen im Abfall später ist hello sweety fertig: ein patentierter pflanzlicher Zuckerersatz aus vier Komponenten, der sich 1:1 wie Kristallzucker verwenden lässt, nur halb so viele Kalorien hat und alle technischen Eigenschaften von Zucker im Gebäck beibehält – Karamellisierung, Stabilisierung, Bindung, Strukturaufbau, Geschmack. Im August 2021 gründet Marcel Paa die Hello Sweety AG. Im selben Jahr überzeugt er in der Schweizer TV-Sendung «Die Höhle der Löwen» den Investor Patrick Mollet – 100'000 Franken für 5% Firmenanteil. Heute ist hello sweety bei SPAR, Manor, Aldi Schweiz und Müller Drogerie erhältlich. Bei miniSchoggi ebenfalls.
hello sweety – Zucker ersetzen, ohne zu kompromittieren
Backen ohne Zucker ist für Profis keine akademische Frage – es ist ein handwerkliches Problem. Zucker ist in einem Gebäck nicht nur Süssungsmittel. Er ist Strukturgeber im Brotteig, Stabilisator im Eischnee, Binder in Cremen und unersetzlicher Reaktionspartner bei der Karamellisierung. Jede Backschule, jedes Konditorlehrbuch beschreibt, was passiert, wenn man Zucker weglässt oder durch das Falsche ersetzt: Der Kuchen sackt ein. Der Eischnee verliert Volumen. Das Karamell wird nicht braun. Wer das vermeiden wollte, hatte bis zur Entwicklung von hello sweety keine befriedigende Lösung.
Marcel Paa kam nicht als Forscher zu diesem Problem, sondern als Praktiker. Er hat im Betrieb seiner Eltern in Interlaken die Lehre als Bäcker-Konditor gemacht, die Meisterprüfung als einer der Besten seines Jahrgangs abgeschlossen und danach in verschiedenen Bäckereien als Ausbildner gearbeitet. Parallel dazu begann er damit, Anleitungsvideos auf YouTube hochzuladen – heute zählt sein Kanal «Einfach Backen» über 160'000 Abonnentinnen und Abonnenten. Er betreibt eine eigene Backschule, hat zwei Backbücher veröffentlicht und war Moderator der CH-Media-Sendung «zuckersüss & bitterzart». Paa weiss aus tausenden Stunden Praxis, was Gebäck braucht – und er weiss noch genauer, wann ein Ergebnis gut ist und wann nicht. Diese Kombination aus technischem Verständnis und handwerklicher Erfahrung ist der Hintergrund, vor dem hello sweety entstanden ist. Nicht als Laborprodukt. Als Backstubenlösung.
Über hunderte Versuche zu einer patentierten Rezeptur
Der Entwicklungsprozess dauerte über zwei Jahre. Hunderte von Backversuchen, viele davon im Abfall, bis die Proportionen stimmten. Marcel Paa verstand das Problem früh: Kein einzelner Zuckerersatzstoff kann alle Eigenschaften von Zucker gleichzeitig erfüllen. Die Lösung liegt in der Kombination – aber nicht in irgendeiner Kombination, sondern in der präzisen Abstimmung von Inhaltsstoffen, die sich gegenseitig ergänzen, ohne sich zu stören. Das Ergebnis dieser Arbeit ist patentiert. Die Rezeptur ist nicht kopierbar.
Inulin ist ein natürlich vorkommender Ballaststoff aus Chicorée, Topinambur und anderen Gemüsesorten. Er ist gut wasserlöslich, wirkt in Gebäcken stabilisierend und unterstützt die Textur. Als Präbiotikum fördert Inulin die Darmgesundheit – in den Mengen, die für Backrezepte üblich sind, ist das unproblematisch.
Isomaltulose ist ein Kohlenhydrat aus Glukose und Fruktose, das natürlicherweise in Honig und Zuckerrübenmelasse vorkommt. Sie wird langsamer vom Körper verarbeitet als Saccharose – daher der moderatere Blutzuckeranstieg. In der Backstube ist sie entscheidend für die Karamellisierung: Sie reagiert bei grosser Hitze und erzeugt die charakteristische braune Farbe und das Aroma, die vielen anderen Zuckerersatzstoffen fehlen.
Erythrit ist ein kalorienfreier Zuckeralkohol, der in der Natur in Käse, Weintrauben und einigen Früchten vorkommt. Er schmeckt angenehm süss, ohne bitteren oder metallischen Nachgeschmack, und hat keine signifikante Auswirkung auf den Blutzucker.
Steviapulver ist das Extrakt der Steviapflanze – eines Korbblütlers aus Südamerika, dessen Blätter intensiv süssend wirken. Gut wasserlöslich und kalorienarm, wird es in hello sweety gezielt zur Steigerung der Gesamtsüsse eingesetzt. Der Lakritz-Nachgeschmack, den reines Stevia bei manchen auslöst, wird durch die Kombination mit den anderen Komponenten neutralisiert.
Diese vier Stoffe, in der von Marcel Paa entwickelten und patentierten Proportion, ergänzen sich zu einem Produkt, das seine Versprechen hält: Die Süsse stimmt. Die Wasserlöslichkeit stimmt. Die Karamellisierung funktioniert. Der Nachgeschmack fehlt. Die Kalorien sind halbiert.
Was hello sweety in der Praxis kann
Das technische Kernversprechen ist konkret: Zucker 1:1 ersetzen, ohne Anpassung der Mengen im Rezept. Wer 200 Gramm Zucker in einem Rezept hat, verwendet 200 Gramm hello sweety. Keine Umrechnungstabelle, keine Korrekturen. In Wasser löst sich hello sweety problemlos auf – relevant für Glasuren, Sirupe und Tränkungen. Es karamellisiert bei grosser Hitze einwandfrei – ein Test, den die meisten Zuckerersatzstoffe nicht bestehen und der für Crème brûlée, Karamellsaucen und Toffee-Dekore entscheidend ist. Im Eischnee wirkt hello sweety stabilisierend, sodass die Masse ihr Volumen behält. In Buttercreme und anderen Cremen bindet es zuverlässig. In Brot- und Hefeteigen fördert es die Struktur und unterstützt die Hefeaktivität.
Der Geschmack ist süss und sauber. Kein metallischer Unterton. Kein bitterer Abgang. Kein Lakritzton. Das ist keine Kleinigkeit – viele Zuckerersatzstoffe scheitern genau hier. Bei hello sweety ist das nicht der Fall. Kalorienmässig liegt hello sweety bei rund der Hälfte von herkömmlichem Kristallzucker. Das Produkt ist laktosefrei, vegan und für Menschen mit entsprechenden Ernährungsanforderungen – darunter auch Diabetikerinnen und Diabetiker – geeignet.
Produkteigenschaften im Überblick
Zuckerersatz 1:1 · Pflanzlich & vegan · Laktosefrei · Karamellisierbar · Kein Nachgeschmack · Patentierte Rezeptur · Ca. 50% weniger Kalorien
Von der Backstube zur «Höhle der Löwen» – und in den Fachhandel
Im August 2021 gründet Marcel Paa gemeinsam mit Roger Wehrli, Thomas Künzler und Verena Keller die Hello Sweety AG. Seit September 2020 ist das Produkt bereits im Handel erhältlich und hat in den ersten sieben Monaten rund 20'000 Packungen abgesetzt – ohne TV-Präsenz, rein durch die Community und Marcel Paas eigene Reichweite. Der Auftritt in der Schweizer Ausgabe von «Die Höhle der Löwen» im November 2021 ist der Wachstumsbeschleuniger. Drei der fünf Investoren machen ein Angebot. Marcel Paa entscheidet sich für Patrick Mollet – Mitinhaber von Great Place to Work –, der 100'000 Franken für 5% Firmenanteil investiert und anschliessend Einsitz im Verwaltungsrat nimmt.
Mollet bringt nicht nur Kapital, sondern Kontakte und unternehmerisches Know-how. Im August 2022 kommt mit der SanaSweet GmbH ein weiterer Investor hinzu, um die Produktionskapazität zu erweitern und das internationale Wachstum voranzutreiben. Heute ist hello sweety bei SPAR, Manor, Aldi Schweiz und Müller Drogerie in den Regalen – der Weg vom Nischenprodukt zum Breitensortiment ist vollzogen.
hello sweety bei miniSchoggi
Für Backbegeisterte, die kalorienreduziert backen möchten, ohne auf Qualität zu verzichten, gibt es selten einfache Lösungen. hello sweety ist eine davon. Kein Rezept muss umgerechnet werden. Keine Textur leidet. Kein Nachgeschmack stört. Das ist nicht selbstverständlich – es ist das Ergebnis von über zwei Jahren Entwicklungsarbeit, hunderten von Backversuchen und einem handwerklichen Anspruch, der nur von jemandem kommen kann, der täglich bäckt und den Unterschied zwischen gut und sehr gut kennt.
miniSchoggi führt hello sweety, weil das Produkt für genau die Kunden gemacht ist, die miniSchoggi kennt: Menschen, die Backen ernst nehmen, die auf Qualität bestehen und die für sich oder ihre Gäste Leckeres herstellen möchten, ohne auf einen guten Gewissensmoment verzichten zu müssen. Ob Geburtstagstorte, Weihnachtsguetzli oder alltägliches Hefegebäck – hello sweety funktioniert überall dort, wo Zucker funktioniert. Und das ist letztlich die höchste Auszeichnung, die ein Zuckerersatz bekommen kann.
Entwickelt in der Backstube. Mehr als zwei Jahre getüftelt. Patentiert. Seit 2020 erhältlich. hello sweety.

