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Nordic Ware

Nordic Ware

Eine Backform aus Gussaluminium backt anders. Nicht weil Aluminium besonders edel klingt, sondern weil es Wärme anders leitet als Stahl, Silikon oder Keramik: gleichmässig, schnell, von allen Seiten gleichzeitig. Bei einem Gugelhupf mit einem Loch in der Mitte bedeutet das: keine rohe Mitte, kein überbackener Rand. Die Hitze erreicht jeden Punkt des Teigs zur gleichen Zeit. Das Ergebnis ist ein Kuchen, der gleichmässig aufgeht, gleichmässig bräunt und sich nach dem Abkühlen sauber aus der Form löst. Nordic Ware baut diese Formen seit 1946, in Minneapolis, Minnesota – im selben Werk, das Dave und Dorothy Dalquist damals mit 500 Dollar Startkapital im Keller ihres Hauses begannen. Noch immer familiengeführt. Noch immer fast ausschliesslich in den USA produziert, obwohl die Verlagerung nach Asien wirtschaftlich schon längst günstiger gewesen wäre. Über 70 Millionen Bundt-Formen wurden verkauft. Das Sortiment bei miniSchoggi umfasst ausgewählte Nordic Ware Backformen.

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Gugelhupf Backform Lotus, Ø 19.5 cm Gugelhupf Backform Lotus, Ø 19.5 cm Gugelhupf Backform Lotus, Ø 19.5 cm Gugelhupf Backform Lotus, Ø 19.5 cm
Gugelhupf Backform Lotus, Ø 19.5 cm
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Nordic Ware – Was Gussaluminium kann, das kein anderes Material kann

Backformen gibt es aus Silikon, aus beschichtetem Stahl, aus Glas, aus Keramik. Alle backen. Keine backt wie Gussaluminium. Der Unterschied ist physikalisch: Aluminium hat eine Wärmeleitfähigkeit, die mehr als doppelt so hoch ist wie die von Stahl. Das bedeutet, Hitze breitet sich in einer Gussaluminiumform schnell und gleichmässig in alle Richtungen aus. Bei Silikonformen passiert das nicht – Silikon ist ein schlechter Wärmeleiter, was dazu führt, dass Teig in Silikonformen oft länger braucht, ungleichmässig backt und weniger Farbe entwickelt. Bei beschichtetem Stahlblech ist die Wandstärke oft zu dünn für eine gleichmässige Wärmeverteilung.

Nordic Ware verwendet Gussaluminium mit einer Wandstärke, die auf die jeweilige Formgeometrie abgestimmt ist. Bei einem Gugelhupf mit Mittelröhre – der klassischen Bundt-Form – ist diese Geometrie besonders wichtig: Der Teig liegt in einem Ring, der von innen und aussen gleichzeitig erhitzt werden muss. Ohne gleichmässige Wärmeleitung ist das Ergebnis ein Kuchen, der aussen fertig ist, aber innen noch roh. Gussaluminium löst dieses Problem strukturell, nicht durch Kompromisse beim Rezept.

1946. Ein Keller in Minneapolis. 500 Dollar. Und skandinavisches Küchenzubehör

Dave Dalquist war nach dem Zweiten Weltkrieg aus der US Navy zurückgekehrt. Mit seiner Frau Dorothy – Dotty, wie alle sie nannten – gründete er 1946 im Keller ihres Hauses in Minneapolis ein kleines Unternehmen. Startkapital: 500 Dollar. Erster Name: Plastics for Industry. Erste Produkte: skandinavisches Küchenzubehör für die grosse skandinavischstämmige Bevölkerung Minnesotas – Rosetteneisen, Krumkake-Formen, Ebelskiver-Pfannen. Produkte, die in der Region von Einwanderern aus Norwegen, Schweden und Dänemark gesucht wurden und die es im Handel kaum gab.

1950 übernahmen sie Northland Aluminum Products, ein kleines Unternehmen mit einer Produktlinie namens Nordic Ware. Im selben Jahr entwarf Dave Dalquist auf Bitte zweier Mitglieder der Hadassah, einer jüdischen Frauenorganisation, eine Backform nach dem Vorbild des deutschen Bundkuchens: eine Ringform aus Gussaluminium mit gerillter Oberfläche und zentralem Rohr. Er nannte sie Bundt und liess den Namen als Markenzeichen eintragen. Die ersten Verkäufe liefen schleppend.

1966 – Über Nacht berühmt

Sechzehn Jahre nach der Einführung war die Bundt-Form ein solides Nischenprodukt – bekannt bei einem treuen Kundenkreis, aber kein Massenprodukt. Das änderte sich über Nacht. 1966 nahm die texanische Hausfrau Ella Rita Helfrich am nationalen Pillsbury Bake-Off teil, dem grössten Backwettbewerb der USA, und belegte mit ihrem Tunnel of Fudge Cake – gebacken in einer Nordic Ware Bundt-Form – den zweiten Platz. Der erste Platz gewann Geld. Helfrich gewann etwas anderes: zehntausende Briefe von Menschen, die die Backform haben wollten. Nordic Ware konnte die Nachfrage kaum bewältigen. Die Bundt-Form war über Nacht berühmt geworden.

Was folgte, war eine der bemerkenswertesten Wachstumsgeschichten der amerikanischen Haushaltswarenbranche. Pillsbury entwickelte ab 1971 eigene Backmischungen speziell für Bundt-Formen. Die Form fand ihren Weg in Millionen amerikanischer Haushalte, dann in europäische, dann in über 25 Länder weltweit. Heute sind über 70 Millionen Bundt-Formen verkauft – jede davon aus derselben Fabrik in Minneapolis.

Made in USA – eine Entscheidung, keine Nostalgie

Nordic Ware produziert noch immer fast ausschliesslich in den USA, obwohl das Unternehmen mehrfach den Rat erhielt, die Produktion nach Asien zu verlagern. Der Entscheid dagegen war kein sentimentaler Reflex, sondern eine bewusste Entscheidung: Die Qualitätskontrolle ist näher, die Lieferkette ist kürzer, die Arbeitsbedingungen sind direkt einsehbar. Und: Die Produktionsexpertise in Gussaluminium, die Nordic Ware über Jahrzehnte aufgebaut hat, ist an diesem Standort verankert. Es ist kein Zufall, dass Backformen, die in den 1970er Jahren gekauft wurden, noch immer in Betrieb sind.

Dass ein Unternehmen mit über 350 Mitarbeitenden, das in mehr als 25 Länder exportiert, noch immer in Minneapolis fertigt, ist in der globalen Haushaltswarenbranche eine Ausnahme. Nordic Ware trägt diesen Entscheid bewusst – und kommuniziert ihn so: «Wir sind stolz, die grosse Mehrheit unserer Produkte in Minneapolis herzustellen.»

Design als kollektiver Prozess

Die Designs bei Nordic Ware entstehen nicht in einer abgetrennten Designabteilung. Teams aus verschiedenen Unternehmensbereichen – Produktion, Vertrieb, Engineering, Marketing – entwickeln gemeinsam Ideen. Die besten werden an eine kleinere, spezialisierte Gruppe weitergegeben und dort zur Produktionsreife gebracht. Das Ergebnis ist ein Sortiment, das nicht nur ästhetisch funktioniert, sondern auch produktionstechnisch durchdacht ist. Eine der neusten Formen entstand aus der Idee eines Mitarbeiters aus der Werkzeugproduktion – jemand, der täglich mit Gussaluminium arbeitet und weiss, was das Material kann und was nicht. Das Sortiment umfasst heute weit mehr als Bundt-Formen: Kastenkuchen- und Springformen, Spezialformen für Feiertage, Grillzubehör, Backbleche und immer wieder neue Formen, die die Rillen, Wellen und Strukturen von Gussaluminium als Gestaltungsmittel nutzen.

Sortiment im Überblick

Bundt-Formen · Kastenkuchenformen · Spezial- und Saisonformen · Backbleche · Grillzubehör

Nordic Ware bei miniSchoggi

Was eine Nordic Ware Backform im Ergebnis macht, ist direkt sichtbar: gleichmässige Bräunung, sauberer Ausbund an der Form, ein Gugelhupf, der die Rillen und Strukturen der Form präzise abbildet, weil das Gussaluminium die Wärme gleichmässig überträgt und die Form stabil genug ist, um ihre Geometrie auch nach hunderten Backvorgängen zu halten. Die Form löst sich nach dem Abkühlen sauber, weil Aluminium beim Abkühlen leicht schrumpft und die Oberfläche nicht haftet.

Handwäsche – kein Geschirrspüler. Das ist keine Einschränkung, sondern die Bedingung, unter der Aluminium seine Eigenschaften behält. Spülmaschinentabs sind alkalisch; über Zeit greifen sie die Aluminiumoberfläche an, mattieren sie und reduzieren die Antihaftwirkung. Mit einem kurzen Abspülen von Hand nach dem Gebrauch hält eine Nordic Ware Form ein Leben lang. miniSchoggi führt ausgewählte Nordic Ware Backformen, weil das Ergebnis im Backofen das beste Argument ist. Wer einmal einen Gugelhupf aus einer Gussaluminiumform gegessen hat, der gleichmässig aufgegangen ist, eine knusprige Kruste hat und die feine Reliefstruktur der Form perfekt abbildet, versteht, warum diese Formen seit 75 Jahren in Gebrauch sind.

1946. Ein Keller in Minneapolis. 500 Dollar. Dotty und Dave. Nordic Ware.