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HUG Familie

HUG Familie

Luzern, 1877. Joseph Hug-Meyer bäckt Brot, das sich nicht verkauft. Statt es wegzuwerfen, schneidet er es in Scheiben und backt es nochmals – der Zwieback, der seinen Betrieb berühmt machen wird. Was wie eine pragmatische Lösung für Ausschussware beginnt, ist der Ursprung eines Unternehmens, das heute zu den grössten Guetzliherstellern der Schweiz zählt. Dar-Vida, Willisauerringli, Wernli-Biscuits, Nussstängeli – Marken, die in der Schweiz so bekannt sind, dass man vergisst, dass sie alle unter demselben Familiendach entstanden sind. Heute führt Anna Hug gemeinsam mit Marianne Wüthrich Gross das Unternehmen in der fünften Generation in einem Co-Leitungsmodell, das Tradition und Erneuerung gleichzeitig verkörpert. In Malters, dem Hauptstandort, steht eines der modernsten Backwarenproduktionszentren der Schweiz – 2020/21 nach einer Investition von rund 60 Millionen Franken neu aufgebaut und erweitert. Ohne Konservierungsstoffe, mit Freilandeiern aus der eigenen Gemeinde, Schweizer Getreide und zertifiziertem Kakao. Das Versprechen «natürlich und ehrlich» ist bei HUG kein Slogan – es ist die Produktionslogik. Bei miniSchoggi sind ausgewählte HUG-Produkte erhältlich.

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HUG Familie AG – 1877. Malters. Und das Brot, das nicht verkauft wurde.

Zwischenbrot – so heisst im Bäckerhandwerk das Brot vom Vortag, das nicht mehr verkauft werden konnte. Joseph Hug-Meyer hatte davon in seiner Luzerner Bäckerei regelmässig zu viel. Seine Lösung war einfach und klug: er schnitt die Laibe in Scheiben, trocknete und röstete sie nochmals im Ofen. Zwieback. Ein Produkt, das länger hält als frisches Brot, das sich transportieren lässt, das Reisende und Soldaten gleichermassen anspricht. Der Zwieback wurde zum Bestseller, und aus der Bäckerei wurde schrittweise ein Industriebetrieb, der das handwerkliche Ausgangsmaterial hinter sich liess, ohne die handwerkliche Überzeugung aufzugeben.

1913 gründet Josef Hug-Schmid, der älteste Sohn des Gründers, die rechtlich und finanziell unabhängige Zwiebackfabrik HUG AG in Malters. Die Bäckerei in Luzern und die neue Fabrik werden von der gleichen Familie geführt, gehen aber juristisch und wirtschaftlich getrennte Wege. In Malters läuft 1931 das erste HUG-Guetzli vom Band: das Nuss-Ringli, gebacken im neuen modernen Durchlauf-Stahlbandofen. Und dort entsteht auch der Militärzwieback – die legendären «Bundesziegel», die gemeinsam mit den Armee-Biskuits HUG jahrzehntelang als bedeutenden Lieferanten der Schweizer Armee etablieren. Zwischen den 1930er und 1960er Jahren treten sukzessive Mitglieder der dritten und vierten Generation in das Unternehmen ein. Neue Produktionsgebäude entstehen, das Sortiment wächst, und der Betrieb in Malters nimmt die Grösse an, die ihn heute trägt.

Ein Unternehmen, das sich nicht auf einem Produkt ausruht

Was die Geschichte von HUG besonders macht, ist die Konsequenz, mit der das Unternehmen immer dann in neue Bereiche expandiert hat, wenn die Möglichkeit da war – ohne das Bestehende aufzugeben. Jede Übernahme hat das Sortiment erweitert und zugleich neue handwerkliche Kompetenz ins Haus gebracht.

1963 kommt durch die Übernahme der Grieb AG die Marke Dar-Vida ins Haus: heute einer der bekanntesten Vollkorncracker der Schweiz, bei über 90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ein Begriff – für viele sogar ein Synonym für die Produktkategorie. Ein Jahrzehnt später erweitert die Eingliederung der Hüppen-HUG AG das Sortiment um Waffeln, Fächer, Cornets und Hüppen. Mit der Übernahme von Kuhn AG kommen Tiefkühlprodukte hinzu. Mit Fritz-Oehlschleger Mini-Pizzas und Käseküchlein. Mit Biscuits Willisau AG die Willisauerringli.

Im Jahr 2000 erweitert HUG seine Kompetenz im hochwertigen Dessertsortiment durch die Übernahme der Hüppenbäckerei Duff in Zürich und des Waadtländer Briceletproduzenten Wuillemin in Lausanne. 2008 folgt die Wernli AG in Trimbach – und mit ihr die Produktion der bekannten Wernli-Biscuits mit Schokoladeplättchen, die eine eigene, treue Fangemeinde haben. 2020/21 wird der Standort Trimbach nach Malters verlagert. Der Hauptstandort wird mit rund 60 Millionen Franken Investition grundlegend ausgebaut und auf den Stand modernster Backwarentechnik gebracht. Heute laufen in Malters zwei 140 Meter lange Tartelette-Produktionslinien – über eine Million Tartelettes pro Jahr allein auf diesen Linien.

Fünfte Generation, Co-Leitung, Minergie-Standard

2022 übernimmt Andreas Hug das Verwaltungsratspräsidium von seinem Bruder Werner. Die operative Leitung geht erstmals in Frauenhände: Anna Hug, fünfte Generation der Gründerfamilie, und Marianne Wüthrich Gross führen das Unternehmen gemeinsam in einem zeitgemässen Co-Leitungsmodell. Es ist eine Neuausrichtung, die das Unternehmen strukturell in die Gegenwart bringt und gleichzeitig die Kontinuität der Familienführung sichert – über neun Generationsschritte hinweg von der Luzerner Bäckerei zum modernen Produktionszentrum.

Das neue Administrationsgebäude Hughaus wird im Minergie-Standard gebaut – dem Schweizer Energieeffizienzstandard für Gebäude, der strenge Anforderungen an Dämmung, Luftdichtheit, Lüftungssysteme und Energiebedarf stellt. Die Büros werden hauptsächlich durch Abwärme aus den Produktionsöfen geheizt – Energie, die ohnehin entsteht und sonst ungenutzt bliebe. Der Strom kommt von Schweizer Wasserkraft und der Solaranlage auf dem Fabrikdach. Begrünte Dächer auf den nicht von Solarpanels belegten Flächen und eine naturnahe Aussengestaltung rund um die Gebäude ergänzen das Bild eines Unternehmens, das das eigene Versprechen «natürlich und ehrlich» auch in der Infrastruktur lebt.

Was «natürlich und ehrlich» in der Produktion konkret bedeutet

HUG-Produkte enthalten keine Konservierungsstoffe. Das ist keine Marketingaussage – es ist ein Produktionsprinzip, das höhere Anforderungen an Rohstoffe, Verarbeitungsprozesse und natürliche Haltbarkeit stellt als eine Formulierung mit Konservierungsmitteln. Zusatzstoffe werden auf das technisch Notwendige reduziert: was verwendet wird, ist Backpulver und ähnliche unverzichtbare Backhilfsstoffe – nicht mehr.

Eier stammen ausschliesslich aus Freilandhaltung, aus derselben Gemeinde wie der Produktionsstandort – eine Lieferkette, die kurzer kaum sein kann. Quinoa, Chia, Leinsamen und Sesam tragen das Bio-Label. Kakao und Palmöl kommen aus zertifizierter, nachhaltig kontrollierter Produktion. Rübenzucker, Rapsöl und 90 Prozent des Getreides stammen aus der Schweiz. Butter zu 100 Prozent aus Schweizer Produktion im Swissmilk-Green-Standard – einem Nachhaltigkeitsprogramm der Schweizer Milchwirtschaft. Haselnüsse aus nachhaltig zertifizierten Quellen. Das ist keine Zertifizierungsliste um der Zertifizierung willen. Es sind Entscheidungen, die spürbar machen, warum HUG-Produkte nach dem schmecken, was auf der Verpackung steht.

Der Umgang mit Resten ist ebenfalls Teil dieser Haltung: Ausschussware wird in den Fabrikläden in Malters und Willisau verkauft oder an Lebensmittelhilfsorganisationen weitergegeben. Produktionsreste werden zu Tierfutter verarbeitet. Verpackungen werden laufend optimiert – Kunststoffeinsätze aus recycelbarem Material, Kartonschachteln FSC-zertifiziert. Als Partner von Too Good To Go engagiert sich HUG auch aktiv gegen Food Waste, und die Beteiligung an Klimaschutzprogrammen sowie die Kompensation des unvermeidlichen CO₂-Anteils runden ein Nachhaltigkeitsprofil ab, das strukturell verankert und nicht bloss kommunikativ ist.

Das Sortiment – von Zwieback bis Tartelette

HUG produziert unter mehreren Marken: HUG Guezli umfasst das Guetzli-, Zwieback- und Dessortiment, das in Bäckereien, Konditoreien und Haushalten schweizweit eingesetzt wird. HUG Food Service bedient die Gastronomie mit Komplettlösungen für alle Bereiche, in denen Backwaren eingesetzt werden – vom Einzellokal bis zur Gemeinschaftsverpflegung. Dar-Vida als eigenständige Marke für den Alltagskonsum. Wernli-Biscuits mit den charakteristischen Schokoladen-Biscuits, die eine eigene Geschichte und eine eigene Kundschaft haben. Willisauerringli als eine der bekanntesten Schweizer Guetzlimarken überhaupt.

Das Dessertsortiment – Tartelettes und Dessertbödeli in verschiedenen Grössen und Ausführungen – ist dabei ein besonders praxisrelevanter Bereich: fertige Mürbeteigböden, die nur noch befüllt werden müssen. Konditoren wie Hobbybäckerinnen profitieren gleichermassen: die zeitaufwendige und technisch anspruchsvolle Herstellung eines gleichmässigen, formstabilen Mürbeteigbodens entfällt, ohne dass Qualität oder Geschmack darunter leiden. Über eine Million Tartelettes pro Jahr belegen, dass dieser Anspruch in der Praxis ankommt.

Sortiment im Überblick

Dessertbödeli & Tartelettes · Guetzli & Gebäck · Zwieback & Biscuits · Waffeln & Hüppen · Dar-Vida · Wernli-Biscuits

HUG Familie AG bei miniSchoggi

Hinter jedem HUG-Produkt stecken über 145 Jahre Backerfahrung in einem Familienunternehmen, das nie aufgehört hat, an seiner eigenen Qualität und Verantwortung zu arbeiten. Das ist kein Hintergrundrauschen – das schmeckt man. An fertigen Dessertböden, die nach Mürbeteig schmecken statt nach Industriegebäck. An Guetzli, hinter denen Freilandeier, Schweizer Getreide und zertifizierter Kakao stehen, ohne dass ein Konservierungsstoff das auf dem Rückweg korrigieren müsste.

miniSchoggi führt HUG, weil das Sortiment für Konditorinnen und Hobbybäckerinnen gleichermassen relevant ist: als verlässliche, qualitativ hochwertige Grundlage für Desserts und Tartelettes, bei denen auch der Boden das Endprodukt definiert. Ein guter Mürbeteigboden trägt den Belag, ohne zu weichen, ohne zu reissen, ohne die Dekoration zu unterlaufen. Das ist eine handwerkliche Anforderung, die HUG mit über 145 Jahren Erfahrung löst – reproduzierbar, stabil, mit Geschmack. Das bei miniSchoggi erhältliche HUG-Sortiment umfasst fertige Mürbeteigbödeli und Dessertprodukte und wird laufend ergänzt.

Seit 1877. Aus Malters, Luzern. Fünf Generationen. Natürlich und ehrlich. HUG Familie AG.