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Raselli Erboristeria Biologica

Raselli Erboristeria Biologica

Das Valposchiavo ist das südlichste Tal des Kantons Graubünden. Im Norden türmen sich die Viertausender des Berninamassivs, im Süden wächst bereits die Vegetation des Veltlins. Das Tal ist aussergewöhnlich sonnig, geschützt vor Nordwinden, von einer Bergluft durchzogen, die Kräuter und Blüten mit einem Aromaprofil ausstattet, das weiter nördlich nicht erreichbar ist. Es ist kein Zufall, dass Ricola hier seit über 40 Jahren seine Kräuter einkauft. 1981 übernahm Reto Raselli in Le Prese den Hof seiner Familie und begann, Heil- und Bergkräuter anzupflanzen. 1993 wurde der Betrieb mit dem Bio-Knospe-Label zertifiziert – eine der frühesten Zertifizierungen im Schweizer Kräuteranbau. Heute gilt Reto Raselli als Kräuterkönig der Schweiz und Pionier des biologischen Kräuteranbaus im Berggebiet. Die Erboristeria Biologica Raselli baut über 30 Pflanzenarten an, erntet von Hand in der Blütezeit und trocknet schonend bei maximal 40 Grad Celsius – damit die Wirkstoffe, Farben und Aromen der Blüten erhalten bleiben. Raselli Trockenblütenmischungen sind bei miniSchoggi erhältlich.

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Raselli – Ein Tal, ein Boden, eine Überzeugung

Le Prese liegt auf 1000 Metern über Meer, am Ufer des Lago di Poschiavo, in einem Tal, das klimatisch zwischen Alpenwelt und Mittelmeer pendelt. Die Sonnenstunden im Valposchiavo übertreffen die meisten anderen Schweizer Regionen auf vergleichbarer Höhe deutlich. Die Bergluft ist trocken und sauber. Die Böden sind mineralreich, kaum industriell überformt, seit Generationen in den Händen von Familien, die das Land als das behandeln, was es ist: die Grundlage für alles. Das Valposchiavo ist übrigens auch über die berühmte Rhätische Bahn erreichbar, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt – ein Tal, das die Welt kennt, auch wenn es geografisch bescheiden bleibt.

Reto Raselli wuchs in diesem Tal auf. 1981 übernahm er den Hof seiner Eltern – nicht als geschäftliche Entscheidung, sondern als natürliche Fortsetzung dessen, was die Familie immer getan hatte: Landwirtschaft, nah an dem, was der Boden hergibt. Was neu war: der Fokus auf Heil- und Bergkräuter, die in der Region zwar heimisch, aber kommerziell kaum erschlossen waren. Im ersten Jahr erntete Raselli 450 Kilogramm. Heute übersteigt der Jahresertrag 40 Tonnen. Das ist kein lineares Wachstum, das ist die Konsequenz von vier Jahrzehnten konsequenter Qualitätsarbeit. Auf den 15 Hektaren des Betriebs wachsen mehr als 25 verschiedene Kräuter- und Blumenarten: Arnika, Orangenminze, Ringelblume, Kornblume, Sonnenblume, Salbei, Malve, Frauenmantel und sogar Edelweiss – die Alpenblume, die Rasellis Teemischungen veredelt und kaum anderswo in dieser Qualität kultiviert wird.

Bio Knospe seit 1993 – und was das bedeutet

1993 liess Reto Raselli den Betrieb nach den Richtlinien von Bio Suisse zertifizieren und erhielt das Knospe-Label. Das war früh: Der biologische Landbau war in der Schweiz der frühen 1990er Jahre noch weit davon entfernt, Mainstream zu sein. Die Entscheidung war eine Überzeugungsfrage, keine Marktfrage. Kein Einsatz von chemischen Hilfsmitteln, keine Pestizide, kein synthetischer Dünger. Das Unkraut wird von Hand gejätet – zeitintensiv, aber notwendig, weil ein gesunder Boden keine chemischen Abkürzungen verträgt und weil Raselli genau weiss, dass die Qualität der Blüten direkt von der Qualität des Bodens abhängt, auf dem sie wachsen.

Bio Knospe ist das strengste Schweizer Bio-Label: Es geht über die gesetzlichen Bio-Mindestanforderungen hinaus und betrifft nicht nur den Verzicht auf Chemie, sondern auch Bodengesundheit, Kreislaufwirtschaft, Fruchtfolgen und den Einsatz von Nützlingen. Für einen Betrieb im Berggebiet, der 25 bis 30 verschiedene Pflanzenarten anbaut, ist das eine erhebliche Anforderung – jede Pflanze hat ihre eigene Physiologie, ihre eigene Empfindlichkeit gegenüber Schädlingen, ihre eigenen Anforderungen an Boden und Wasserhaushalt. Raselli erfüllt diese Anforderungen seit über 30 Jahren ohne Unterbrechung. Reto Raselli war ausserdem fast 40 Jahre lang Präsident der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Kräuteranbaus im Berggebiet – ein Amt, das seinen Beitrag zur ganzen Branche weit über den eigenen Hof hinaus bezeugt.

Ernte und Trocknung – wo die Qualität entschieden wird

Blüten werden geerntet, wenn sie offen sind – in der Blütezeit, zu dem Zeitpunkt, an dem Farbe, Aroma und Inhaltsstoffe am intensivsten sind. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Industrielle Ernte folgt oft Logistikplänen, nicht dem Blütenkalender. Bei Raselli bestimmt die Pflanze den Erntezeitpunkt. Nicht alle Blüten öffnen sich gleichzeitig, nicht alle Arten sind im selben Moment optimal. Das bedeutet: mehrfaches Begehen der Felder, selektives Ernten nach Zustand, kein Abfahren nach Schema. Vieles wird von Hand geerntet – langsamer, teurer, aber präziser als jede Maschine.

Was folgt, ist die entscheidende Phase: die Trocknung. Raselli trocknet alle Kräuter und Blüten bei maximal 40 Grad Celsius – einer Temperatur, bei der die Zellen sich langsam schliessen können, ohne dass Farbstoffe, ätherische Öle oder andere wertgebende Inhaltsstoffe zerstört werden. Über 40 Grad beginnen thermolabile Verbindungen zu denaturieren: Pigmente verblassen, Aromen verflüchtigen sich, die charakteristischen Inhaltsstoffe, die eine Blüte von einer anderen unterscheiden, gehen verloren. Eine zu hohe Trocknungstemperatur ist schneller und günstiger, aber sie kostet Farbe und Aroma. Eine Ringelblume, die bei 40 Grad getrocknet wurde, ist leuchtend orange. Eine, die bei 80 Grad getrocknet wurde, ist blass. Raselli wählt die schonende Variante – nicht weil es billiger ist, sondern weil das Ergebnis besser ist und weil nichts davon verhandelbar ist, wenn man eine Blüte anbietet, die in der Küche tatsächlich etwas leistet.

Die gesamte Verarbeitung – Anbau, Ernte, Trocknung, Mischung, Abpackung – findet auf dem Betrieb in Le Prese statt. Das ist keine logistische Selbstverständlichkeit: Früher musste Raselli die Mischungen zum Abpacken nach Mailand schicken. Heute passiert alles im Haus, unter den Augen derselben Menschen, die die Pflanzen angebaut haben. Kurze Wege, vollständige Kontrolle, kein Qualitätsverlust durch Zwischenschritte.

Ricola, Coop und die stille Bekanntheit eines Puschlaver Hofs

Dass ein Betrieb mit 15 Hektaren im Berggebiet Graubündens zu einem der bekanntesten Schweizer Kräuterproduzenten geworden ist, ist nicht selbstverständlich. Ricola ist seit über 40 Jahren Kunde von Raselli – ein Vertrauensbeweis, der wenig Worte braucht. Der Bonbonhersteller, der für seine geheimen Kräutermischungen bekannt ist, bezieht Malve, Salbei und Frauenmantel aus Le Prese. Coop führt unter dem Label Naturaplan und Pro Montagna verschiedene Raselli-Tees in der ganzen Schweiz. Zusammen mit Spitzenkoch Oskar Marti, bekannt als «Chrüteroski», hat Raselli Würzbeutel entwickelt, die beim Kochen ihr Aroma an Fleisch, Gemüse und Pasta abgeben. Der Prix Montagne – ein Preis für herausragende Leistungen im Berggebiet – würdigte Raselli ebenfalls.

Was alle diese Partner verbindet, ist die Qualität der Ausgangsmaterialien: eine biologisch erzeugte Blüte oder ein Kräuterblatt aus dem Valposchiavo hat ein anderes Aromaprofil, eine intensivere Farbe und einen höheren Gehalt an ätherischen Ölen als ein vergleichbares konventionell produziertes Produkt. Das ist messbar – und es ist der Grund, warum Raselli auch nach Jahrzehnten ein gefragter Partner ist.

Das Sortiment – Trockenblütenmischungen für Küche und Confiserie

Trockenblütenmischungen aus kontrolliert biologischem Anbau im Valposchiavo: Ringelblume, Kornblume in Blau und Rosa, Sonnenblume, und weitere saisonale Blüten je nach Ernte und Jahreszeit. Handgeerntet in der Blütezeit, schonend getrocknet bei maximal 40°C, abgepackt im eigenen Betrieb in Le Prese. Bio Knospe zertifiziert, ohne Pestizide, ohne chemische Hilfsmittel.

Sortiment im Überblick

Trockenblütenmischungen · Bio Knospe zertifiziert · Handgeerntet · Valposchiavo, Graubünden

Raselli bei miniSchoggi

Eine getrocknete Blüte auf einem Dessert ist mehr als Dekoration – sie ist ein Qualitätssignal. Sie sagt: diese Torte, dieser Teller, dieses Pâtisserie-Stück wurde mit Zutaten garniert, die aus einem kontrollierten, biologischen Anbau stammen, die zum richtigen Zeitpunkt geerntet und schonend verarbeitet wurden. Raselli-Blüten sind leuchtend in der Farbe, weil die Trocknung bei maximal 40 Grad die Pigmente schont und die Farbstoffe in der Blüte erhält. Sie sind aromatisch, weil der Valposchiavo-Boden und das Bergklima Blüten hervorbringen, die intensiver sind als Flachlandware aus konventionellem Anbau. Und sie sind Bio Knospe zertifiziert – das strengste Schweizer Bio-Label, das seit über 30 Jahren ohne Unterbrechung auf dem Raselli-Betrieb gilt.

Trockenblüten sind ausserdem ein vielseitiges Werkzeug in der Küche und der Confiserie: als Topping auf Glacé und Mousse, als Dekorelement auf Torten und Cupcakes, als Farbakzent in weissem Schokoladenüberzug, als essbare Dekoration auf Pralinen und Petits Fours. Die getrocknete Blüte verändert sich nicht durch Kontakt mit Feuchtigkeit so schnell wie eine frische – sie behält ihre Form und Farbe länger und eignet sich damit für Dekore, die nicht in den letzten Minuten vor dem Servieren aufgebracht werden müssen.

miniSchoggi führt Raselli Trockenblütenmischungen, weil essbare Dekoration dieselbe Qualitätshaltung verdient wie die Zutaten der Kreation selbst. Das Sortiment umfasst verschiedene Trockenblütenmischungen und wird laufend ergänzt.

1981. Le Prese, Valposchiavo. 450 Kilogramm Kräuter. Heute 40 Tonnen. Immer Bio Knospe. Raselli.