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210 Jahre sind eine lange Zeit für ein Unternehmen. Noch länger, wenn man bedenkt, dass Matfer Bourgeat nicht trotz des Wandels überlebt hat, sondern wegen ihm. Aus einer kleinen Werkstatt für Kupfer- und Weissblechformen für die Pariser Pâtisserie ist ein international tätiger Konzern geworden – mit über 1800 Produkten, zwei Fabrikstandorten in Frankreich, ISO 14001-Zertifizierung und Zusammenarbeit mit Michelin-Sterneköchen auf vier Kontinenten. Der erste Katalog erschien 1835. Der aktuelle umfasst alles von der Silikon-Backmatte bis zur Carbonstahl-Pfanne, von der Toastform bis zur Mousse-Silikonform, vom Backpapier bis zum Spezialmessgerät für die Glace-Produktion. Was sich in all diesen Jahren nicht verändert hat: das Prinzip, nach dem neue Produkte entstehen. Köche, Bäcker und Confiseure werden befragt, bevor entwickelt wird. Prototypen werden in echten Profiküchen getestet, bevor sie in Produktion gehen. Und jeder Arbeitsschritt, den ein Matfer-Werkzeug vereinfachen soll, wird tatsächlich vereinfacht – nicht im Labor theoretisiert, sondern praktisch nachgewiesen. Drei Entwicklungsachsen, von Anfang an dieselben: Nutzen für den Anwender, Gesundheit im Arbeitsprozess, Verantwortung gegenüber der Umwelt. Zwei Jahrhunderte alt. Und kein bisschen müde. Das Matfer Bourgeat-Sortiment bei miniSchoggi umfasst Silikonmatten, Toastformen, Silikonformen, Backpapier und vieles mehr und wächst laufend.
1814 bis heute. Das sind 210 Jahre – und keine durchgehende Unternehmensgeschichte im klassischen Sinne, sondern eine Kette von Geschichten, die ineinander übergehen. Charles Trottier, der Kupferschmied, der 1814 in Les Halles de Paris eine Werkstatt für Pâtisserie-Formen eröffnet. Alphonse Delaverne, der Lehrling, der seit seinem 20. Lebensjahr im Betrieb arbeitet und ihn 1899 kauft – und sofort das Sortiment ausbaut. Gaspard Mora, der Werkmeister, der von Delaverne übernimmt und dem Betrieb seinen Namen gibt. Die Spaltung von 1947, aus der Mora und Matfer werden: Mora für den Direktverkauf, Matfer für die Grossverteiler. Die Eröffnung der ersten Fabrik in der Normandie 1967, weil die Nachfrage eine Werkstatt längst überstieg. Die Übernahme von Bourgeat Lyon – gegründet 1918, seit 1981 ausschliesslich auf den Profimarkt ausgerichtet, 2002 zu Matfer Bourgeat fusioniert. Und schliesslich: ein Unternehmen, das heute auf vier Kontinenten aktiv ist, aber zu hundert Prozent in französischem Familienbesitz blieb.
Was diese Übergaben, Fusionen und Expansionen verbindet, ist keine romantische Kontinuität, sondern eine pragmatische. Jeder neue Eigentümer, jede neue Struktur hat das Sortiment sinnvoll erweitert – nie wahllos, immer aus dem Bedarf heraus. Das Unternehmen hat nie einen Schritt gemacht, den die Küchen nicht verlangt hatten.
Matfer Bourgeat formuliert seine Produktentwicklung um drei Achsen:
Nutzen: Neue Produkte entstehen nicht im Labor allein. Köche, Bäcker und Confiseure werden aktiv befragt, Prototypen ausgiebig in echten Profiküchen getestet. Der Standard ist klar: Ein Werkzeug muss jeden Arbeitsschritt, für den es gedacht ist, nachweislich vereinfachen oder verbessern. Keine Kompromisse bei der Funktionalität – dafür steht das Unternehmen mit seiner 210-jährigen Adressenliste in der Gastronomie.
Gesundheit: Doppelt gedacht. Zum einen: alle lebensmittelberührenden Materialien nach europäischem Standard geprüft und freigegeben – Hygiene nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als Designprinzip, das in jedem Produktionsschritt Gültigkeit hat. Zum anderen: Ergonomie. Wer täglich dieselben Bewegungen ausführt – kneten, spritzen, schwenken, rühren –, tut das mit Matfer-Werkzeug in einer Haltung und mit einem Aufwand, der den Körper schont. Berufsbedingte Beschwerden aus repetitiven Bewegungsmustern aktiv zu reduzieren, ist ein erklärtes Entwicklungsziel.
Umwelt: Alle Fabriken sind ISO 14001-zertifiziert – das internationale Umweltmanagementsystem, das Betriebe zur systematischen Reduktion ihrer Umweltwirkungen verpflichtet. Holzprodukte aus FSC- und PEFC-zertifizierten Quellen. Aktive Reduktion von Plastik in der Lebensmittelproduktion als Entwicklungsziel. Und: Langlebigkeit als primäre Nachhaltigkeitsstrategie. Ein Werkzeug, das zwanzig Jahre hält, verbraucht keine Ressourcen für seine Nachfolger.
Matfer Bourgeat hat im Laufe seiner Geschichte nicht nur Formen und Töpfe produziert – das Unternehmen hat Materialien entwickelt, die heute Industriestandard sind. Das prominenteste Beispiel: Exoglass®, ein faserverstärkter Thermoplast, den Matfer für den Einsatz in Küchenwerkzeugen entwickelte. Lebensmittelsicher. Hitzebeständig bis 260°C. Korrosionsresistent. Spülmaschinenfest. Und – entscheidend für den Profibereich – geschmacksneutral: kein Eigengeruch, keine Reaktion mit Säuren, keine Verformung nach Jahren täglichem Gebrauch.
Für Spatel, Schaber, Teigkarten, Schneebesen-Griffe hat Exoglass® Kunststoffe ersetzt, die in Säuren lösen, und Holzgriffe, die rissig werden, Feuchtigkeit speichern und Keimen Unterschlupf bieten. In der professionellen Küche ist das keine Designentscheidung, sondern eine HACCP-Frage – Hazard Analysis Critical Control Points, das Lebensmittelsicherheitssystem, das in Profiküchen nicht optional ist. Wer Matfer-Werkzeug einsetzt, löst dieses Problem durch die Materialwahl.
Matfer Bourgeat produziert über 1800 Produkte – und das ohne Lücken im professionellen Küchen- und Backstubenbetrieb. Backwerkzeuge: Silikonmatten in verschiedenen Grössen und Strukturen für gleichmässiges Backen ohne Anhaften, Toastformen und Kastenformen in Schwarzstahl und Aluminium, Silikonformen für Mousses und Entremets, Patisserie-Ringe und Tortenrahmen, Backpapier und Dauerbackfolien. Kochwerkzeuge: Carbonstahl- und Kupferpfannen, Gastronormbehälter aus Edelstahl, Siebe, Schöpfkellen, Schneebesen. Messgeräte, Servierware, Lagerlösungen. Jeder Standort in Frankreich auf seinen Bereich spezialisiert – Normandie für Backen und Patisserie, Lyon für Kochgeschirr und Gastronomie. Über 30 Jahre amerikanisches Tochterunternehmen, Präsenz auf vier Kontinenten, und: hundert Prozent französisches Eigentum.
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Wer einmal mit einem Werkzeug gearbeitet hat, das für seinen Zweck wirklich entwickelt wurde – nicht für ein Regal, nicht für ein Foto, sondern für die tägliche Wiederholung unter echten Bedingungen –, kauft kein anderes mehr. Eine Silikon-Backmatte, die gleichmässig Hitze verteilt und nach hundert Zyklen noch nicht aufgequollen ist. Eine Toastform, die Brot gleichmässig bräunt und sauber entformt, ohne dass man zieht und drückt. Eine Silikonform, die ihre Geometrie nach dem zwanzigsten Entremet noch genauso hält wie nach dem ersten.
Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von 210 Jahren in einer einzigen Branche, von Entwicklungsprozessen, die in echten Küchen beginnen, und von einem Unternehmen, das ISO 14001-zertifiziert produziert, mit Michelin-Sterneköchen entwickelt und trotzdem nicht vergessen hat, wo es begann: an einem Kupfertisch in Les Halles, 1814. miniSchoggi führt Matfer Bourgeat, weil professionelle Qualität keine Frage der Betriebsgrösse ist. Wer ernsthaft bäckt, verdient dasselbe Werkzeug wie Profiköche – solches, das funktioniert, hält und den Unterschied im Ergebnis sichtbar macht. Das Sortiment bei miniSchoggi umfasst Silikonmatten, Toastformen, Silikonformen, Backpapier und vieles mehr und wächst laufend.
1814. Les Halles de Paris. Kupfer und Weissblech. Zwei Jahrhunderte später noch immer dasselbe Versprechen: Werkzeuge, die halten. Matfer Bourgeat.