Karamell-Baumnuss-Glace

Cremig, karamellig – und ganz ohne Eismaschine
Menge1 grosse Auflaufform (ca. 8–10 Portionen)
Aktive ZeitCa. 20 Min.
GesamtzeitCa. 4 Std. 20 Min. (inkl. Gefrierzeit)
milchhaltigbaumnusshaltig (Schalenfrüchte)
Manche Desserts brauchen keine Bühne, sie überzeugen im ersten Löffel. Diese Glace ist so eine: samtig geschlagener Rahm, gezuckerte Kondensmilch und eine grosszügige Portion gesalzene Karamellcreme werden zu einer Masse, die geröstete Baumnüsse zum Knacken bringt. Und das Beste: Du brauchst keine Eismaschine.
Der Grund dafür steckt in der Kondensmilch. Ihr Zucker senkt den Gefrierpunkt, und der geschlagene Rahm bringt Luft in die Masse – zusammen ergibt das genau, was eine Eismaschine sonst mühsam einrührt. Deshalb wird diese Glace cremig statt zu einem Eisblock, obwohl sie einfach im Gefrierfach steht.
Wenn Du das Prinzip noch genauer verstehen willst: In unserem Beitrag „Glace selber machen – ganz ohne Eismaschine" zeigen wir die Grundlagen mit einer anderen Sorte. Hier geht es um die Karamell-Variante, und die ist mit Abstand die, nach der am häufigsten gefragt wird.



Zutaten
Menge:
GLACE
400 gKondensmilch, gezuckert
500 gVollrahm, geschlagen
100 g Baumnüsse, geröstet
Schritt für Schritt
Wenn Du es eilig hast: die kompakte Rezeptkarte weiter unten fasst alles zusammen.
Vorbereiten
1
Baumnüsse rösten und grob hacken
Verteile die Baumnüsse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech und röste sie im vorgeheizten Ofen bei 170 °C Umluft rund 8 Minuten. Lass sie danach vollständig auskühlen, bevor Du sie grob hackst – warm gehackte Nüsse geben Öl ab und werden in der Glace weich. Die Stücke dürfen ruhig unterschiedlich gross sein, das macht die Textur später interessant.

2
Karamellbasis glattrühren
Gib die gezuckerte Kondensmilch in eine grosse Schüssel und die gesalzene Karamellcreme dazu. Verrühre beides mit dem Schwingbesen gründlich, bis eine glatte, gleichmässige Creme entsteht. Nimm die Schüssel gross genug – gleich kommen 500 g geschlagener Rahm dazu, und der braucht Platz zum Unterheben.



Zusammenfügen und gefrieren
1
Rahm steif schlagen und in drei Portionen unterheben
Schlage den Vollrahm steif. Hebe ihn dann in drei Portionen mit dem Gummischaber unter die Karamellcreme – nicht rühren, sondern von unten nach oben heben. Die erste Portion darf ruhig kräftig eingearbeitet werden, damit die Masse weicher wird; bei den beiden anderen gehst Du behutsam vor. Die Luft, die jetzt in der Masse bleibt, ist genau das, was die Glace später cremig macht.


2
Baumnüsse unterheben
Gib die gerösteten, gehackten Baumnüsse zur Masse und hebe sie ebenfalls vorsichtig unter, bis sie gleichmässig verteilt sind. Halte etwa die Hälfte der 50 g Dekorationsnüsse zurück – die kommen erst zum Schluss obendrauf, dort sieht man sie.

3
Abfüllen, marmorieren und dekorieren
Fülle die Masse in eine Form – eine Keramik-Auflaufform oder ein Kunststoffbehälter mit Deckel tun es beide – und streiche die Oberfläche glatt. Setze mit der restlichen Karamellcreme Punkte darauf und zieh mit einem Holzstab oder dem Löffelrücken ein Muster hindurch. Verziere zum Schluss mit den zurückbehaltenen Baumnüssen und ein paar Karamell-Würfeln.



4
Mindestens 4 Stunden gefrieren
Stell die Glace für mindestens 4 Stunden ins Gefrierfach, am besten über Nacht. Nimm sie 5 bis 10 Minuten vor dem Servieren heraus – dann lässt sie sich schöpfen, ohne dass Du den Löffel verbiegst.

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Karamell-Baumnuss-Glace
Zutaten
Menge:
GLACE
DEKORATION
Zubereitung
- Baumnüsse: 8 Min. bei 170 °C Umluft rösten, auskühlen lassen, grob hacken.
- Karamellbasis: Kondensmilch und Karamellcreme glattrühren.
- Rahm: Vollrahm steif schlagen, in drei Portionen unterheben.
- Nüsse: Gehackte Baumnüsse unterheben, die Hälfte der Dekonüsse zurückhalten.
- Abfüllen: In die Form füllen, glattstreichen, mit Karamellcreme marmorieren.
- Gefrieren: Mit Nüssen und Karamell-Würfeln verzieren, mind. 4 Std. gefrieren.
Nährwerte pro 100 g
367kcal
20 gFett
46.1 gKohlenhydrate
1.1 gEiweiss
Lagerung & Haltbarkeit
Gut verschlossen hält sich die Glace bis zu 2 Wochen im Gefrierfach. Am cremigsten ist sie in der ersten Woche – danach bilden sich mit der Zeit feine Eiskristalle.
Ein Behälter mit Deckel ist dem offenen Blech deutlich vorzuziehen: Glace nimmt im Gefrierfach Gerüche an, und eine offene Form zieht ausserdem Reif.
Alles für dieses Rezept
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Zutaten
Zubehör
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Damit sie garantiert gelingt
Vor dem Servieren antauen lassen
Nimm die Glace etwa 5 bis 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach. Dann lässt sie sich schöpfen, ohne dass die Kugel bricht – und der Karamellgeschmack kommt bei etwas höherer Temperatur deutlich besser durch.
Das Muster erst kurz vor dem Gefrieren ziehen
Ziehst Du das Karamellmuster zu früh, verläuft es. Setz die Punkte darum erst, wenn die Form gefüllt und die Oberfläche glatt ist, zieh das Muster in einem Zug – und dann direkt ins Gefrierfach.
Extra Crunch auf dem Teller
Streu über jede Portion noch ein paar Karamell-Würfel. Sie bleiben knackig, weil sie nicht in der Masse liegen – und sie machen aus einer Kugel Glace ein Dessert, das aussieht wie im Restaurant.
Häufige Fragen
Auf jeden Fall. Geröstete Haselnüsse oder Mandeln passen genauso gut zur Karamellnote. Besonders bequem sind karamellisierte Haselnüsse – die sind schon geröstet und gesüsst, dann kannst Du Schritt 1 überspringen.
Etwas, aber nicht beliebig. Die Karamellcreme lässt sich von 150 g auf 100 g reduzieren, das merkt man deutlich. Die gezuckerte Kondensmilch dagegen ist keine Geschmackssache, sondern die Technik: ohne ihren Zucker friert die Masse hart durch. Wenn Du es weniger süss willst, nimm dunklere Nüsse und eine Prise Salz mehr – das dämpft die Süsse, ohne die Konsistenz zu ruinieren.
Mit einem in heissem Wasser angewärmten Löffel, den Du zwischen den Kugeln kurz wieder eintauchst. Und mit Geduld: 5 bis 10 Minuten antauen lassen. Wenn Du sowieso in Portionen servierst, ist es einfacher, die Masse gleich in Glacebecher zu füllen – dann brauchst Du gar nicht zu schöpfen.
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