Mini-Gugelhupf mit Schokolade und Haselnüssen

Schokoladig, nussig, luftig – und ganz ohne Backpulver
Menge12 Mini-Gugelhupf (je 50 g Masse)
Aktive Zeitca. 30 Min.
Gesamtzeitca. 1 Std. 15 Min. (inkl. Auskühlen in der Form)
eihaltigmilchhaltigglutenhaltighaselnusshaltigmandelhaltigkann Soja enthalten
Es gibt Kuchen, die man in Scheiben schneidet, und es gibt solche, von denen jeder einen ganzen bekommt. Diese hier gehören zur zweiten Sorte: zwölf kleine Gugelhupf, jeder mit einer hell gesprenkelten Kuppe aus Mandelsplittern, darunter eine dunkle, nussige Krume, die beim Anschnitt erstaunlich luftig aussieht.
Das Erstaunliche daran: Es kommt kein Backpulver hinein. Die ganze Lockerung steckt im aufgeschlagenen Eiweiss, das ganz zum Schluss in drei Portionen unter die Masse gehoben wird. Deshalb schmeckt dieser Gugelhupf auch anders als ein gewöhnlicher Rührkuchen – feiner, näher an einer Torte – und trotzdem hält er sich fünf Tage in der Dose.
Zwei Dinge, die Du vorher wissen solltest. Erstens die Eier: 100 g Eigelb sind fünf bis sechs Eigelb, 100 g Eiweiss nur etwa drei. Wenn Du sechs Eier trennst, bleiben rund 80 g Eiweiss übrig – friere sie portionsweise ein, daraus wird später eine Meringue. Zweitens die Form. Eine Gugelhupfform hat Rillen, und in Rillen bleibt Teig hängen. Butter, Mandeln, Mehl – in dieser Reihenfolge, grosszügig, und keinen der drei Schritte auslassen. Dann fällt jeder einzelne von selbst heraus.
Wenn Du danach Lust auf die grosse Variante hast: Der beste Kaffee-Gugelhupf ist dasselbe Prinzip in einer einzigen Form.



Zutaten
Menge:
EIWEISSMASSE
100 gEiweiss (ca. 3 Eiweiss)
1 PriseSalz
50 gKristallzucker (Teil 1)
SCHOKOLADENMASSE
100 gEigelb (ca. 5–6 Eigelb)
100 gButter, weich
50 gKristallzucker (Teil 2)
FÜR DIE FORM UND ZUM DEKORIEREN
wenigButter, weich (zum Ausfetten)
wenigWeissmehl (zum Bestauben)
wenigMandeln weiss, gehobelt und zerkleinert
wenigSchneezucker
Schritt für Schritt
Wenn Du es eilig hast: die kompakte Rezeptkarte weiter unten fasst alles zusammen.
Die Masse
1
Eiweiss mit Salz und Zucker aufschlagen
Heize zuerst den Backofen auf 180 °C Umluft vor. Die Masse enthält kein Backpulver, sondern nur die Luft aus dem Eischnee – wenn sie fertig ist, soll der Ofen bereit sein und nicht umgekehrt.
Schlage das Eiweiss mit einer Prise Salz in einer wirklich fettfreien Schüssel auf. Lass den Kristallzucker (Teil 1) dabei nach und nach einrieseln, nicht alles auf einmal, sonst wird der Eischnee schwer und verliert Volumen. Schlage weiter, bis er glänzt und beim Herausziehen des Besens eine Spitze stehen bleibt. Dann stell ihn zur Seite.
„Fettfrei" ist hier keine Floskel: Ein Rest Butter oder ein Tropfen Eigelb genügt, damit das Eiweiss nicht mehr steif wird. Wisch die Schüssel im Zweifel mit etwas Zitronensaft aus.
2
Eigelb, Butter, Couverture und Zucker schaumig schlagen
Wiege in einer zweiten Schüssel das Eigelb, die weiche Butter, die auf 40 °C geschmolzene Couverture und den Kristallzucker (Teil 2) ab. Schlage alles mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine leicht schaumig.
Entscheidend ist die Temperatur der Couverture. 40 °C fühlen sich auf dem Handrücken warm an, aber nicht heiss. Ist sie wärmer, stockt das Eigelb und Du bekommst kleine Klümpchen; ist sie kalt, wird die Butter wieder fest und die Masse gerinnt. Am einfachsten schmilzt Du die Couverture, während Du den Eischnee aufschlägst – dann hat sie von selbst die richtige Temperatur, wenn Du sie brauchst.


3
Eischnee in drei Teilen unterheben
Jetzt kommt der Schritt, der über die Luftigkeit entscheidet. Hebe den Eischnee in drei Portionen mit dem Gummischaber unter die Schokoladenmasse – nicht rühren, sondern von unten nach oben heben und die Schüssel dabei drehen.
Die erste Portion darfst Du ruhig etwas kräftiger einarbeiten, sie macht die schwere Masse überhaupt erst geschmeidig. Bei der zweiten und dritten gehst Du behutsam vor und hörst auf, sobald keine weissen Schlieren mehr zu sehen sind. Jeder Rührer zu viel kostet Volumen, und weil hier kein Backpulver nachhilft, holst Du es nicht mehr zurück.


4
Mehl und Haselnüsse untermischen
Wiege in einer separaten Schüssel das Weissmehl und die gemahlenen Haselnüsse ab und vermische sie kurz von Hand. So verteilt sich das wenige Mehl gleichmässig zwischen den Nüssen und verklumpt später nicht.
Gib die Mischung zur Masse und hebe sie ebenfalls vorsichtig unter, bis alles homogen ist. Nur 35 g Mehl auf 100 g Nüsse: Dieses Rezept lebt von den Haselnüssen, das Mehl hält bloss zusammen. Fülle die fertige Masse anschliessend in einen Spritzbeutel.



Form vorbereiten und backen
1
Form ausfetten, Mandelsplitter und Mehl einstreuen
Fette die Gugelhupfform grosszügig mit weicher Butter aus, und zwar wirklich in jede Rille. Nimm einen Pinsel und arbeite Mulde für Mulde, auch den Kegel in der Mitte. Das ist der Schritt, den man gern schnell macht – und dann bleibt beim Stürzen die halbe Kuppe in der Form.
Streue anschliessend zerkleinerte gehobelte weisse Mandeln in jede einzelne Mulde und dreh die Form so, dass die Splitter überall an der Butter kleben bleiben. Was zu viel ist, kippst Du wieder aus. Das ist kein Deko-Schnörkel, sondern doppelt nützlich: Die Mandeln lösen den Gugelhupf zusätzlich von der Form, und nach dem Stürzen sitzen sie aussen. Die hell gesprenkelte Kuppe entsteht also jetzt und nicht am Schluss.
Bestaube die Form zuletzt grosszügig mit Weissmehl und klopfe sie kurz aus. Butter, Mandeln, Mehl – in dieser Reihenfolge sitzt die Trennschicht, und in dieser Reihenfolge löst sich später jeder einzelne von selbst.



2
Je 50 g einfüllen und 12–15 Minuten backen
Fülle jede Mulde mit 50 g Masse – am schnellsten geht das mit dem Spritzbeutel direkt auf der Waage. Backe die Gugelhupf bei 180 °C Umluft 12 bis 15 Minuten.
Die Probe: Ein Holzstäbchen an der dicksten Stelle soll mit feuchten Krümeln herauskommen, nicht mit flüssigem Teig und nicht ganz trocken. Lieber eine Minute zu früh als eine zu spät – bei 50 g pro Stück geht das schnell.
Lass die Gugelhupf danach in der Form auskühlen. Erst dann stürzen: Warm sind sie noch weich und reissen an der Kuppe. Zum Schluss mit wenig Schneezucker bestauben.


Kompakt · zum Ausdrucken
Mini-Gugelhupf mit Schokolade und Haselnüssen
Zutaten
Menge:
EIWEISSMASSE
SCHOKOLADENMASSE
TROCKENE ZUTATEN
FÜR DIE FORM UND ZUM DEKORIEREN
Zubereitung
- Eischnee: 100 g Eiweiss mit Salz aufschlagen, 50 g Zucker einrieseln lassen.
- Schokomasse: Eigelb, weiche Butter, Couverture (40 °C) und 50 g Zucker schaumig schlagen.
- Unterheben: Eischnee in drei Portionen unterheben.
- Trockenes: 35 g Mehl mit 100 g gemahlenen Haselnüssen mischen, unterheben, in den Spritzbeutel füllen.
- Form: Buttern, Mandelsplitter einstreuen, mit Mehl bestauben.
- Backen: Je 50 g einfüllen, 12–15 Min. bei 180 °C Umluft.
- Auskühlen: In der Form auskühlen lassen, stürzen, mit Schneezucker bestauben.
Nährwerte pro 100 g
403kcal
26.1 gFett
35.4 gKohlenhydrate
7 gEiweiss
Lagerung & Haltbarkeit
Die fertigen Mini-Gugelhupf halten sich 5 Tage. Bewahre sie bei Raumtemperatur in einer geschlossenen Dose auf, nicht im Kühlschrank – dort wird die nussige Krume schnell trocken. Den Schneezucker erst kurz vor dem Servieren darüberstauben. Und wenn Du sie einfrieren willst: ungestaubt einfrieren, bei Raumtemperatur auftauen, dann bestauben.
Alles für dieses Rezept
Aus unserer Backstube empfohlen — genau die Grössen, mit denen das Rezept getestet ist.
Zutaten
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Schön dazu
Nicht nötig für das Rezept — aber es passt.

Damit sie garantiert gelingt
Butter, Mandeln, Mehl – in dieser Reihenfolge
Bei einer Gugelhupfform mit Rillen ist die Trennschicht die halbe Arbeit. Zuerst die Butter, damit die Mandeln haften. Dann die Mandelsplitter, weil sie die glatte Fläche brechen. Und zuletzt das Mehl, das alles versiegelt. Wer einen der drei Schritte überspringt, holt die Kuppe später aus der Form statt vom Teller.
Die Couverture muss handwarm sein, nicht heiss
40 °C fühlen sich auf dem Handrücken warm an, aber nicht unangenehm. Zu heiss lässt das Eigelb stocken und macht Klümpchen, zu kalt lässt die Butter fest werden und die Masse trennt sich. Der einfachste Trick: die Couverture schmelzen, während Du das Eiweiss aufschlägst – bis Du sie brauchst, hat sie von selbst die richtige Temperatur. Mit einem Einstichthermometer musst Du gar nicht schätzen.
Ohne Backpulver heisst: die Luft ist alles, was Du hast
In diesem Teig steckt kein Triebmittel. Was der Eischnee an Volumen mitbringt, ist genau das Volumen, das der Gugelhupf am Ende hat. Deshalb in drei Portionen unterheben, deshalb heben statt rühren, und deshalb den Ofen vorher vorheizen. Steht die gefüllte Form zehn Minuten herum, backst Du zehn Minuten Luftverlust mit.
Häufige Fragen
Musst Du nicht, und wir lassen es bewusst weg. Das Rezept ist auf den Eischnee gerechnet, und mit Backpulver bekommt die Krume eine andere, gröbere Struktur – genau die feine, tortenartige Krume geht dabei verloren. Wenn Du unsicher bist, steck die Sorgfalt lieber ins Aufschlagen und ins Unterheben.
Das ist normal: Für 100 g Eigelb brauchst Du fünf bis sechs Eier, und die geben mehr Eiweiss, als das Rezept verlangt. Rund 80 g bleiben übrig. Eiweiss lässt sich portionsweise einfrieren – am besten mit dem Gewicht beschriftet – und wird später zu Meringue, Macarons oder einem Omelette.
Ja, die Masse reicht für eine kleine Form von etwa 18 bis 20 cm. Rechne dann mit deutlich mehr Backzeit – ungefähr 35 bis 45 Minuten bei 170 °C Umluft – und prüfe mit dem Holzstäbchen. Die Kuppe wird oben schneller dunkel, als die Mitte gar ist; deck sie in der zweiten Hälfte mit Backpapier ab, wenn sie zu stark färbt. Nach demselben Prinzip funktioniert auch Der beste Kaffee-Gugelhupf.
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