Butterkuchen mit Mandeln — saftig vom Blech

Hefeteig, Butterflöckchen, Mandeln — und Rahm im heissen Zustand
Menge 1 Blech, ca. 24 Stücke
Aktive Zeitca. 30 Min.
Gesamtzeitca. 2 Std. 30 Min. (inkl. 1 Std. Gehzeit und Auskühlen)
glutenhaltigmilchhaltigenthält Eienthält Mandeln
Butterkuchen ist der Kuchen, für den man nichts können muss und trotzdem etwas wissen sollte. Er besteht aus drei Dingen: einem Hefeteig, Butter in kleinen Mulden und Mandeln obendrauf. Was ihn saftig macht, kommt erst ganz am Schluss — der Rahm, den man über den noch heissen Kuchen träufelt. Er zieht in die warme Krume ein, und genau das ist der Unterschied zwischen einem trockenen Blechkuchen und einem, der auch am dritten Tag noch schmeckt.
Zwei Stellen entscheiden über das Ergebnis. Die erste ist die Milch: Sie muss lauwarm sein, nicht heiss. Über 45 °C stirbt die Hefe, und der Teig geht nie richtig auf. Die zweite sind die Mulden. Drückst Du sie zu flach, läuft die Butter beim Backen davon und sammelt sich am Rand; drückst Du sie richtig tief, bleibt sie, wo sie hingehört, und schmilzt in den Teig.
Der Rest ist Warten. Eine Stunde geht der Teig, eine knappe halbe Stunde backt der Kuchen — und ausgekühlt sein muss er auch, sonst reisst er beim Schneiden.



Zutaten
Menge:
Hefeteig
500 gWeissmehl
42 gfrische Hefe (1 Würfel)
200 gMilch, lauwarm
70 gZucker
1 Pck.Vanillezucker
½ TLSalz
100 gweiche Butter
1 Stk.Ei
Butter für das Blech
Mehl für die Arbeitsfläche
Belag
150 gkalte Butter
80 gZucker
200 ggehobelte Mandeln
200 gRahm
Schritt für Schritt
Wenn Du es eilig hast: die kompakte Rezeptkarte weiter unten fasst alles zusammen.
Hefeteig
1
Teig kräftig kneten
Das Mehl in eine Schüssel geben und die Hefe hineinbröckeln. Die Milch lauwarm erwärmen — sie darf sich am Handgelenk warm, aber nicht heiss anfühlen — und zugeben. Zucker, Vanillezucker, Salz, die weiche Butter und das Ei dazu. Alles mit den Knethaken mindestens 5 Minuten kräftig kneten. Kürzer geht nicht: Erst dann hat sich das Klebergerüst gebildet, das den Teig später locker macht.



2
Eine Stunde gehen lassen
Die Schüssel zudecken und den Teig an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen deutlich vergrössert hat. In dieser Zeit das Backblech einfetten. Zugedeckt heisst wirklich zugedeckt: Zieht die Oberfläche an, bekommt der Teig eine Haut, und die bleibt später als zähe Schicht im Kuchen.


Belag und Backen
1
In Blechgrösse ausrollen
Den gegangenen Teig noch einmal kräftig durchkneten und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche in Blechgrösse ausrollen. Das Blech mit Backpapier auslegen, den Teig darauflegen und mit den Händen bis in die Ecken schieben.



2
Mulden drücken und Butter verteilen
Mit dem Stiel eines Kochlöffels leichte Mulden in den Teig drücken — gleichmässig über die ganze Fläche. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und in jede Mulde ein Stückchen setzen, bis der ganze Teig belegt ist. Kalt muss die Butter sein: Weiche Würfel verlaufen schon beim Verteilen, und dann sitzt die Butter nicht mehr dort, wo sie hingehört.



3
Zucker, Mandeln — und ab in den Ofen
Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 160 °C). Den Zucker gleichmässig über den ganzen Kuchen streuen, danach die gehobelten Mandeln — grosszügig, sie dürfen den Teig ganz bedecken. Jetzt ist der Kuchen bereit für den Ofen.



4
Backen und der Rahm zum Schluss
Den Kuchen 25 bis 30 Minuten backen, bis die Mandeln goldbraun sind. Ab Minute 25 lohnt sich ein Blick: Mandeln gehen schnell von goldbraun zu bitter. Den Rahm noch im heissen Zustand über den ganzen Kuchen giessen. Er zieht sofort in die warme Krume ein und macht den Kuchen feucht und weich — das ist der Schritt, der diesen Butterkuchen ausmacht. Danach auskühlen lassen, in Stücke schneiden und geniessen.




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Butterkuchen mit Mandeln
Zutaten
Menge:
Hefeteig
Belag
Zubereitung
- Teig: Mehl, Hefe, lauwarme Milch, Zucker, Vanillezucker, Salz, weiche Butter und Ei mind. 5 Min. kneten.
- Gehen: Zugedeckt ca. 60 Min. gehen lassen, Blech mit Backpapier auslegen.
- Ausrollen: Durchkneten, in Blechgrösse ausrollen, aufs Blech legen, bis in die Ecken schieben.
- Mulden: Leichte Mulden drücken, in jede ein Stückchen kalte Butter setzen.
- Streuen: Zucker und gehobelte Mandeln darüber, Ofen auf 180 °C vorheizen.
- Backen: 25–30 Min. backen, bis die Mandeln goldbraun sind.
- Rahm: Noch heiss über den ganzen Kuchen giessen, einziehen lassen.
- Auskühlen: Auskühlen lassen, dann in ca. 24 Stücke schneiden.
Nährwerte pro 100 g
412kcal
25.8 gFett
39.4 gKohlenhydrate
7 gEiweiss
Lagerung & Haltbarkeit
Der Butterkuchen hält sich zugedeckt bei Raumtemperatur zwei bis drei Tage und bleibt durch den Rahm saftig. Nicht in den Kühlschrank — dort wird die Krume trocken und fest. Einfrieren geht gut: in Stücken, gut verpackt, bis zu drei Monate. Zum Auftauen bei Raumtemperatur liegen lassen und kurz im Ofen bei 150 °C aufbacken, dann sind die Mandeln wieder knusprig.
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Damit sie garantiert gelingt
Lauwarm heisst höchstens handwarm
Über 45 °C stirbt die Hefe, und der Teig geht danach nie mehr richtig auf — man merkt es erst nach einer Stunde Warten. Wenn Du kein Thermometer benutzt: Die Milch muss sich am Handgelenk warm anfühlen, nicht heiss. Kalte Milch ist übrigens kein Problem, der Teig braucht dann einfach länger.
Die Butter gehört über die ganze Fläche
Entscheidend ist nicht, wie tief die Mulden sind, sondern dass sie gleichmässig über den ganzen Teig verteilt sind und in jeder ein Stückchen Butter sitzt. Wo keine Butter liegt, bleibt der Kuchen trocken. Und nimm sie kalt aus dem Kühlschrank: Weiche Würfel verlaufen schon beim Verteilen.
Der Rahm gehört auf den heissen Kuchen
Das ist der Schritt, der diesen Kuchen ausmacht. Solange die Krume heiss ist, zieht der Rahm ein und bleibt drin. Wartest Du, bis der Kuchen lauwarm ist, bleibt er oben liegen, weicht die Mandeln auf und trocknet als Film an. Also: Blech aus dem Ofen, Rahm drüber, fertig.
Häufige Fragen
Ja. Ein Würfel frische Hefe (42 g) entspricht etwa 7 g Trockenhefe. Die Trockenhefe wird nicht in die Milch gebröckelt, sondern trocken unter das Mehl gemischt; die lauwarme Milch kommt danach dazu. Die Gehzeit bleibt gleich.
Ja, und der Kuchen wird dadurch aromatischer. Nimm dafür nur ein Viertel der Hefe, knete den Teig wie beschrieben und stell ihn zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen eine gute Stunde bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen, dann wie gewohnt weiterarbeiten.
Meistens war der Ofen zu heiss oder der Kuchen zu lange drin. Gebacken ist er, sobald die Mandeln goldbraun sind — das kann je nach Ofen schon nach 25 Minuten sein. Die zweite Ursache ist ein zu dünn ausgerollter Teig auf einem grossen Blech: Dann fehlt ihm die Krume, die ihn weich hält.
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