Herztorte mit Vanille und Himbeere

Mürbeteig, seidige Vanillecreme und frische Beeren
Menge1 Herztorte Ø 23 cm (8–10 Stück)
Aktive Zeitca. 50 Min.
Gesamtzeitca. 2 Std. 30 Min. (inkl. 30 Min. Teigruhe und 30 Min. Kühlen der Creme)
eihaltigmilchhaltigglutenhaltiggelatinehaltigkann Soja enthalten
Diese Torte besteht aus drei Dingen, die einzeln schon gut sind und zusammen unschlagbar: ein dünner, knuspriger Mürbeteig, eine seidige Vanillecreme und frische Himbeeren obendrauf.
Das Herzstück ist die Vanillecreme. Sie wird als Pudding gekocht, kalt aufgeschlagen und mit geschlagenem Rahm luftig gemacht — dadurch ist sie fest genug zum Spritzen und trotzdem cremig auf der Zunge. Ein bisschen Gelatine sorgt dafür, dass sie beim Anschneiden steht und nicht davonläuft.
Und ein Trick, der den Unterschied macht: Der ausgekühlte Tarteboden wird innen mit weisser Couverture ausgepinselt, bevor die Creme hineinkommt. Die dünne Schokoladenschicht hält die Feuchtigkeit von der Creme fern, und der Mürbeteig bleibt auch am nächsten Tag knusprig.
Als Herz ist sie das Muttertagsgeschenk schlechthin — aber die Form ist frei, und statt Himbeeren gehen Erdbeeren, Heidelbeeren oder eine Mischung genauso gut.
Wie der Teig in die Herzform kommt, ohne zu reissen, siehst Du am besten im Video weiter unten. Das ist der einzige Schritt, bei dem Zuschauen mehr hilft als Lesen.
Das Rezept im Video
11:28 Min


Zutaten
Menge:
VANILLECREME
380 gVollmilch (Teil 1)
75 gKristallzucker
75 gVollmilch (Teil 2), kalt
1 PriseVanillesamen
3 Stk.Blattgelatine
120 gVollrahm, geschlagen
FERTIGSTELLEN
wenigweisse Couverture
nach WunschHimbeeren, frisch
nach BedarfPuderzucker oder Schneezucker
Schritt für Schritt
Wenn Du es eilig hast: die kompakte Rezeptkarte weiter unten fasst alles zusammen.
Mürbeteig
1
Teig zusammenreiben und kühlen
Gib alle Zutaten ausser dem Vollei in eine Schüssel und zerreib sie zwischen den Händen, bis keine Butterklumpen mehr zu sehen sind. Dann kommt das Ei dazu und wird eingearbeitet.
Knete den Teig auf der Arbeitsfläche kurz glatt — nur so lange, bis er zusammenhält. Je weniger Du knetest, desto mürber wird er. Wickel ihn in Frischhaltefolie und stell ihn mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
Mit der Küchenmaschine und Knethaken geht es genauso: alle Zutaten zusammen hinein, kurz laufen lassen, fertig.
2
Ofen vorheizen, Form vorbereiten
Heize den Backofen auf 180 °C Umluft vor. Fette die Herzform und bestäube sie mit Mehl — auch in den Spitzen des Herzens, dort bleibt der Teig sonst kleben.
3
Ausrollen und die Form auskleiden
Knete den gekühlten Teig kurz durch und roll ihn auf leicht bemehlter Fläche 3 mm dünn aus. Mit Ausrollhölzern bekommst Du die Dicke überall gleich — von Auge wird der Teig in der Mitte immer dünner als am Rand.
Stäube etwas Mehl auf den Teig, roll ihn locker aufs Wallholz und über der Form wieder ab. Drück ihn gut in die Kanten und in die Spitzen, ohne ihn zu dehnen: gedehnter Teig zieht sich beim Backen zurück.
Schneide den Überstand mit einem geraden Messer ab und stich den Boden mit der Gabel ein.
Das ist der Schritt, bei dem Zuschauen mehr hilft als Lesen — im Video ab 4:14.
4
Blind backen und auskühlen lassen
Leg ein Backpapier auf den Teigboden und füll ihn mit Blindbackkugeln — sie halten den Boden flach, damit er sich nicht hebt. 10 bis 15 Minuten bei 180 °C Umluft backen.
Nimm die Tarte danach aus der Form und lass sie auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Erst kalt wird der Mürbeteig knusprig.
Vanillecreme
1
Gelatine einweichen, Pudding kochen
Leg die Blattgelatine in kaltes Wasser zum Einweichen.
Bring die Vollmilch (Teil 1) mit dem Zucker einmal auf. Verrühr in der Zwischenzeit die kalte Milch (Teil 2) mit dem Cremepulver und den Vanillesamen in einer separaten Schüssel — das verhindert Klümpchen.
Sobald die Milch kocht, nimm die Hitze etwas zurück, gib einen grosszügigen Schluck davon zur angerührten Cremepulvermischung und rühr gut durch. Diese Mischung kommt dann zurück in den Topf, und alles wird unter stetigem Rühren zu einem festen Pudding abgekocht. Rühren nicht vergessen — am Boden brennt es sonst an.
2
Abkühlen, aufschlagen, Gelatine einrühren
Füll den fertigen Pudding in eine grosse Schüssel, deck ihn direkt an der Oberfläche mit Frischhaltefolie ab — so bildet sich keine Haut — und stell ihn mindestens 30 Minuten kalt.
Ist die Creme vollständig ausgekühlt, schlag sie mit dem Handmixer kurz auf, bis sie glatt und geschmeidig ist.
Drück die Gelatine gut aus und schmilz sie in einer kleinen Pfanne auf niedriger Stufe. Rühr zuerst ein bisschen Vanillecreme in die flüssige Gelatine — das gleicht die Temperatur an — und gib diese Mischung dann zur restlichen Creme. Ohne diesen Zwischenschritt zieht die Gelatine sofort Fäden.
3
Rahm unterheben und abfüllen
Heb den geschlagenen Vollrahm in drei Teilen vorsichtig unter die Creme, am besten mit dem Schwingbesen. Die erste Portion darfst Du kräftiger einarbeiten, bei der zweiten und dritten gehst Du behutsam vor — die Luft im Rahm ist das, was die Creme leicht macht.
Füll die fertige Creme in einen Spritzbeutel.
Fertigstellen
1
Den Boden mit weisser Couverture auspinseln
Schmilz etwas weisse Couverture über dem Wasserbad und pinsle den ausgekühlten Tarteboden komplett damit aus — Boden, Rand und Kanten.
Das ist kein Deko-Schritt: Die dünne Schokoladenschicht hält die Feuchtigkeit der Creme vom Teig fern. Ohne sie ist der Mürbeteig nach ein paar Stunden weich, mit ihr bleibt er auch am nächsten Tag knusprig.
Lass die Couverture anziehen, bevor Du weitermachst.
2
Füllen, Himbeeren setzen, bestäuben
Füll die Schale mit der Vanillecreme und streich sie glatt. Setz die gewaschenen und gut abgetrockneten Himbeeren darauf — nasse Beeren wässern die Creme — und bestäube alles zum Schluss mit Puderzucker oder Schneezucker.
Statt Himbeeren gehen Erdbeeren, Heidelbeeren oder eine Mischung genauso gut. Zu einer Vanillecreme passt fast jede frische Frucht; wichtig ist nur, dass sie frisch ist und nicht aus der Dose kommt.

Kompakt · zum Ausdrucken
Herztorte mit Vanillecreme und Himbeeren
Zutaten
Menge:
MÜRBETEIG
VANILLECREME
FERTIGSTELLEN
Zubereitung
- Teig: Butter, Zucker, Salz und Mehl verreiben, Ei einarbeiten, 30 Min. kühlen.
- Auskleiden: 3 mm dünn ausrollen, Herzform auskleiden, Boden einstechen.
- Blind backen: Mit Backpapier und Blindbackkugeln 10–15 Min. bei 180 °C Umluft, auskühlen lassen.
- Pudding: 380 g Milch mit Zucker aufkochen, mit angerührtem Cremepulver abkochen, 30 Min. kühlen.
- Gelatine: Eingeweichte Gelatine schmelzen, mit etwas Creme angleichen, einrühren.
- Rahm: 120 g geschlagenen Rahm in drei Teilen unterheben, in den Spritzbeutel füllen.
- Boden: Tarte innen mit weisser Couverture auspinseln, anziehen lassen.
- Fertig: Creme einfüllen, Himbeeren setzen, mit Puderzucker bestäuben.
Nährwerte pro 100 g
244kcal
12.6 gFett
29.4 gKohlenhydrate
3.4 gEiweiss
Lagerung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich die Torte etwa 3 Tage — am besten schmeckt sie aber am ersten Tag, solange der Mürbeteig noch knackt. Die weisse Couverture auf dem Boden hilft dabei: ohne sie wäre der Teig schon nach ein paar Stunden weich. Die Himbeeren setzt Du am besten erst kurz vor dem Servieren auf, dann geben sie keine Farbe an die Creme ab.
Alles für dieses Rezept
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Zutaten
Zubehör
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Schön dazu
Nicht nötig für das Rezept — aber es passt.

Damit sie garantiert gelingt
Die Schokoladenschicht ist kein Deko-Schritt
Der ausgepinselte Boden aus weisser Couverture ist der Grund, warum diese Torte auch am nächsten Tag noch knusprig ist. Er trennt die feuchte Creme vom Teig. Wer ihn weglässt, hat nach drei Stunden einen weichen Boden — und merkt es erst beim Anschneiden vor den Gästen.
Gelatine immer erst angleichen
Flüssige Gelatine direkt in die kalte Creme zu giessen ist der sicherste Weg zu Fäden und Klümpchen: Sie erstarrt beim Kontakt sofort. Rühre deshalb zuerst zwei, drei Esslöffel Creme in die warme Gelatine und gib diese Mischung dann zum Rest.
Teig eindrücken, nicht dehnen
Wenn Du den Teig in die Form ziehst statt hineindrückst, steht er unter Spannung — und beim Backen zieht er sich zurück, der Rand wird niedriger. Leg ihn locker über die Form und drück ihn von der Mitte nach aussen in die Kanten.
Häufige Fragen
Ja, mit einem klassischen Vanillepudding aus Milch, Zucker, Eigelb und Maisstärke. Das Cremepulver nimmt Dir die Arbeit ab und macht das Ergebnis verlässlich fester — bei einer Torte, die geschnitten wird, ist das kein kleiner Vorteil. Ohne Pulver rechne mit etwas mehr Gelatine.
Fast alle frischen: Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Kirschen oder eine Mischung. Auch Aprikosen und Pfirsiche gehen, in dünnen Spalten. Wichtig ist nur, dass die Früchte frisch und gut abgetrocknet sind — Dosenobst und nasse Beeren wässern die Creme.
Teilweise. Den Tarteboden kannst Du einen Tag vorher backen und ausgepinselt in einer geschlossenen Dose lagern, die Creme kannst Du am Vortag kochen und im Kühlschrank aufbewahren. Gefüllt wird erst am Tag selbst — sonst zieht die Creme trotz Schokoladenschicht irgendwann in den Teig.
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